Severus Snape
Schon während der Schulzeit interessierte sich Snape für die dunkle Magie. Als Schüler in dem Hause Slytherin wurde ihm der Weg zum Anhänger von Lord Voldemort eröffnet, dem er sich später auch anschloss. Er spionierte für Lord Voldemort die Prophezeiung von Sibyll Trelawney aus, die zur Ermordung von Harrys Eltern führte. Schon kurz nachdem er die Prophezeiung an den Dunklen Lord verraten hat, kehrte Snape nach Hogwarts zurück und zeigte Reue. Dumbledore glaubte ihm und stellte ihn als Lehrer ein. Von anderen wird jedoch immer wieder bezweifelt, dass Snape tatsächlich zur guten Seite übergelaufen ist. Bereits im ersten Band verdächtigt Harry ihn, den Stein der Weisen stehlen zu wollen. Diese und andere Verdächtigungen gegen Snape stellen sich jedoch als falsch heraus.
Im 5. Band nutzt Snape seine Vergangenheit als Todesser und spioniert als Agent für den Phönix-Orden. Außerdem unterrichtet er Harry in Okklumentik (Verschließen des Geistes). Dies ist aber erfolglos, da Harry im Gegenteil befürchtet, dass Snapes Unterricht seinen Geist noch weiter für Lord Voldemort öffnet. Der Unterricht endet im Fiasko, als Harry in Snapes in einem Denkarium abgelegte Gedanken eindringt und unter anderem erfährt, wie Snape als Schüler von seinem Vater James mit magischem Mitteln gedemütigt, aber von seiner Mutter Lily verteidigt wurde.
Schließlich erhält Snape im 6. Band doch noch die lang ersehnte Stelle als Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste. Gleichzeitig wird Harry zu einem Musterschüler im Fach Zaubertränke beim neuen Lehrer Slughorn, weil ihm ein altes, mit wertvollen Hinweisen vollgeschriebenes Schulbuch des „Halbblutprinzen“ in die Hände gerät. Wie sich herausstellt ist das Buch von Snape, der sich als Sohn der Hexe Eileen Prince und des Muggels Tobias Snape diesen Namen gab.
Aber es gibt auch das erste deutliche Anzeichen, dass Snape tatsächlich noch ein Anhänger Lord Voldemorts sein könnte: Am Anfang des 6. Bandes stattet Narzissa Malfoy und ihre Schwester Bellatrix Lestrange ihm einem Besuch in seinem Haus in Spinner's End ab. Als ihm Bellatrix offenkundig klar macht, dass sie seine Loyalität gegenüber dem Dunklen Lord anzweifelt, rattert er in ungewohnter "Plauderstimmung" alle Erklärungen für alle Taten und Verhaltensweisen, die darauf schließen lassen könnten, er seie auf Dumbledores Seite, herunter, um ihre Behauptungen zu widerlegen. Erst mit dem unbrechbaren Schwur mit Narzissa Malfoy in dem er ihr verspricht, ihrem Sohn Draco zu helfen, der von Lord Voldemort den Auftrag erhielt, Dumbledore zu töten, scheint er Bellatrix von seiner Loyalität zu überzeugen. Tatsächlich bringt Draco es beim Kampf im Astronomieturm nicht über sich, den Todesfluch auszusprechen. Snape stößt ihn beiseite und tötet Dumbledore mit dem Fluch Avada Kedavra. Anschließend gelingt es ihm, aus Hogwarts zu fliehen.
Severus Snape wird in den Filmen von Alan Rickman verkörpert.

